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Brandschutz beginnt bei der Planung

Jährlich sterben hunderte Menschen bei schweren Bränden, und das alleine in Deutschland, von den Verletzten ganz zu Schweigen! Die Schäden gehen in die Milliardenbeträge. Wer ein Haus baut tut sich also einen großen Gefallen wenn er bereits vor Baubeginn einen geeigneten Plan bezüglich sicherer Brandschutzmaßnahmen vorweisen kann. Teilweise gibt es seit neustem festgelegte Gesetze was den Brandschutz betrifft, doch das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Wichtig ist dass sich die Architekten des Hauses bereits bei der Planung Gedanken über Fluchtwege, verwendete Baustoffe und Zufahrten für Rettungsfahrzeuge Gedanken macht. eine gute Planung kann im Notfall immerhin Leben retten. Beim Kauf von Fertighäusern lohnt es sich stets den Bauplan von einem Sachverständiger prüfen und unterschreiben zu lassen.

Es gibt eine Vielzahl von schlecht entflammbaren Materialien die eine gute Alternative bieten. Vor allem sollte heutzutage keiner mehr auf Rauchmelder im Haus verzichten. In den neuen Bundesländern sind sie mittlerweile Gesetz geworden. Experten raten jedoch jedem dazu sich solche Rauchmelder zu Installieren, denn ist das Feuer erst mal ausgebrochen ist es schwer es alleine ohne professionelle Hilfe in den Griff zu bekommen. Der Rauchmelder warnt rechtzeitig vor einem Brand und meldet bereits kleine Rauchentwicklungen. Vor allem in der Küche kann dies oft Folgenschwere Brände rechtzeitig vermeiden.

Wer Photovoltaikmodule auf dem dem Dach besitzt sollte bei der Installation auf einen wichtigen Faktor achten. Die einzelnen Module müssen in einem Abstand von 15 cm angebracht werden. Solche so genannten Brandschneisen vereinfachen den Feuerwehrleuten bei einem Brand deutlich die Arbeit, davon abgesehen dass es lebensgefährlich für die Retter ist wenn diese Schneisen nicht vorhanden sind, immerhin verläuft hier auch eine elektrische Spannung. Diese bauweise ist zwar etwas kostspieliger, kann jedoch das Eigenheim retten und bringt vor allem keine Menschen in Gefahr.

Feuerfeste Baustoffe

Es ist kein Muss – der rundum-Brandschutz für das eigene Haus. Zumindest dann nicht, wenn es sich um ein Ein- oder Zweifamilienhaus handelt. Für diese nämlich schreibt der Gesetzgeber keine besonderen Anforderungen an den baulichen Brandschutz vor. Was aber, wenn es zum Ernstfall kommt? Dann ist sicherlich derjenige am besten beraten, der sich über das gesetzliche Muss hinaus abgesichert hat und sein Haus von Grund auf feuersicher gebaut hat.

Für Hauswände gilt dabei: Porenbeton ist ein massiver und nicht brennbarer Baustoff der Klasse A1. Die Plansteine mit üblichem Dünnbettmörtel erfüllen höchste Brandschutz-Anforderungen und erfordern dabei weder zusätzliche Maßnahmen, noch verursachen sie Mehrkosten. Das gilt auch für Zwischenwände im Haus selbst: schon eine 7,5 cm breite Raumtrennwand aus Porenbeton kann mindestens 90 Minuten lang dem Feuer ausreichend Parole bieten. Lange genug für die Feuerwehr, um den Brand, der so auch lokal eingegrenzt ist, zu löschen und noch größere Schäden zu vermeiden. À propos:  auch eine Zwischendecke aus Porenbeton kann im Gegensatz zu einer Holzbalkendecke das Ausbreiten eines Feuers auf das darüber liegende Geschoss verhindern – einem Feuerwiderstand von über 180 Minuten sei Dank! Und auch, wer giftige Gase im Brandfall befürchtet, sei beruhigt: Porenbeton enthält keine toxischen Stoffe.

Übrigens, ein Porenbeton-Massivdach kann auch einem kompletten Dachstuhlbrand entgegenwirken. Ab einer Plattendicke von 100 mm sind die Dachplatten für die Feuerwiderstandsklasse F 120 geeignet und 120 Minuten lang absolut feuerbeständig. Also: Augen auf beim Brandschutz-Bau!

Im Fall eines Brandes

Auch wenn Wohnungsbrände kein häufiges Ereignis sind, sollte man sich unbedingt gegen die Gefahr eines Brandes schützen. Tatsächlich entwickelt sich ein Feuer häufiger als viele denken, denn es entsteht schneller als man erwartet. Zum Beispiel sind die Gründe vergessene Zigaretten oder unbeaufsichtige Kerzen. Weitere häufige Ursachen sind elektrische Defekte, Kabelbrand oder eine heiße Herdplatte, die vergessen wurde. Ein Feuer greift schnell um sich auf Tapeten, Tischdecken und Gardinen über und kann sich so schnell im ganzen Haus ausbreiten.

In der Tat gibt es etwa 80 tote Kinder, insgesamt 600 Tote durch Rauchvergiftung und 150 000 Brandverletzte. Die giftigen Gase sind die häufigste Todesursache und nicht etwa die lodernden Flammen. Denn Rauch enthält das giftige Kohlenmonoxid, das schnell dazu führt sein Bewusstsein zu verlieren. Bereits in einer Gardine oder einem Sessel sind genügend Giftstoffe, um bei einem Brand eine tödliche Rauchvergiftung hervorrufen zu können.

Im Falle eine Wohnungsbrandes hat man durchschnittlich etwa vier Minuten Zeit um sich vor den Flammen und den gefährlichen Gasen in Sicherheit zu bringen. Aber bereits nach zwei Minuten kann eine Rauchvergiftung tödlich sein.

Das sind erschreckende Zahlen, die jeden dazu bewegen sollten, über Maßnahmen im eigenen Haus nachzudenken.

Mit der richtigen Vorsorge kann aber die Gefahr eines Brandes wesentlich reduziert werden. Der Idealfall ist natürlich, dass die Brandprävention bereits bei der Planung des Hauses beginnt. Aber auch in ihrer Wohnung lassen sich durch einige wenige Mittel wie Feuerlöscher und Rauchmelder besser schützen. Rauchmelder werden in immer mehr Bundesländern zur gesetzlichen Vorschrift und sind die Grundlage einer jeden Brandprävention. Darüber hinaus sind Feuerlöscher ein nützliches Mittel. Dabei ist darauf zu achten, die Feuerlöscher sinnvoll in der Wohnung zu verteilen. Alternativ zu Feuerlöschern lassen sich auch Löschsprays verwenden. Sie sind einfacher zu handhaben und man verliert dadurch keine Zeit im Ernstfall. Denn jede Sekunde zählt und besonders die ersten Sekunden fordern schnelles handeln um ein Feuer noch auslöschen zu können.

Brandschutz

Was tun wenn’s brennt? Ruhe bewahren, mindestens eine halbe Stunde muss das Haus stehen bleiben, so die Anforderung an den Brandschutz von Ein- und Zweifamilienhäusern. Das ist genügend Zeit für die Rettungskräfte, im Brandfall die Hausbewohner zu evakuieren und den Brand zu löschen. So hofft man zumindest. Welche Anforderungen werden außerdem an den Brandschutz von Eigenheimen gestellt? Durcharbeitet man die Bestimmungen und Regelungen, so findet sich nur wenig zum Thema Brandschutz. Die staatlich Bauaufsicht stellt keine oder nur sehr geringe Brandschutzanforderungen an Ein- und Zweifamilienhäusern. Für ein Haus aus nichtbrennbarem Mauerwerk wie Beton gelten nur die Mindestanforderungen, die sich zwar von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, allerdings im allgemeinen die Dauer von einer halben Stunden festlegen, die ein Haus im Brandfall stehen bleiben muss.

Bio-Häuser, die meist aus Holz oder anderen Materialien gebaut sind, unterliegen strengeren Richtlinien. Durch die leicht brennbaren Materialien sind sie weitaus stärker gefährdet. Aber auch Häuser mit Steckdosen- und Lampenöffnungen in den Decken und Wänden sind gefährdet. Denn das Feuer frisst sich durch die schmelzenden Steckdosen in andere Räume und schädigt so das Mauerwerk. Das Haus kommt schneller zum Einsturz. Diese Mängel werden von der Bauaufsicht nicht berücksichtigt.

 

Wer also wirklich sicher gehen will, muss sich selbst um die Brandsicherung kümmern und sich informieren. Generell ist der Bauherr und der Käufer von Eigenheimen auf Sicherheit bedacht. Bei einem Hauskauf kann also mit modernen Sicherheitsstandards gerechnet werden. Ist man selbst Bauherr, sollte man sich ausgiebig informieren.

 

Gerade weil die meisten Bauherren das Thema ernst nehmen, und weil weites gehend Häuser hierzulande in der Massivbauweise aus Mauerwerk und Beton gebaut werden, gibt es nur eine geringe Zahl von Brandopfer in Deutschland.

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